«Oft sind es konkrete Details, die den Unterschied machen»

Kaspar Niederberger ist CEO der Baugenossenschaft Zurlinden (BGZ). Seit vielen Jahren engagiert sich die BGZ für mehr Mobilität für Menschen mit Behinderung und kommt für die Aufwände von zwei rollstuhlgängigen TIXI Fahrzeugen auf.

Fokus

Kaspar Niederberger, CEO der Baugenossenschaft Zurlinden

Das Engagement endet aber nicht bei der Fortbewegung: Die Baugenossenschaft gestaltet Wohnraum, der allen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll.

Herr Niederberger, welche baulichen Details machen eine Wohnung barrierefrei?

Oft sind es konkrete Details, die den Unterschied machen: schwellenlose Eingänge, Rampen statt Treppen, Aufzüge in alle Etagen und ausreichend breite Türen. Im Wohnbereich helfen ebenerdige Duschen, Haltegriffe und rutschfeste Böden. Auch kontrastreiche Materialien, Geländer und gut erkennbare Treppenstufen tragen zur Sicherheit bei.

Und welche Extras können angepasst werden?

Extras werden oft individuell ergänzt, zum Beispiel zusätzliche Steckdosen, spezielle Küchengeräte oder weitere Anpassungen je nach Bedarf der Mieter und Mieterinnen.

Was ist beim barrierefreien Bauen am schwierigsten umzusetzen?

Technisch besonders anspruchsvoll sind schwellenlose Türen. Sie müssen barrierefrei, sicher und gleichzeitig bauphysikalisch korrekt ausgeführt werden.

Was hat sich in den letzten Jahren bezüglich barrierefreien Bauens verändert?

Der Standard im Neubau ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Heute wird bei jedem Projekt streng darauf geachtet, dass die Vorgaben der SIA 500 (Normen für hindernisfreies Bauen) eingehalten werden.

Wie fliessen Erfahrungen von Menschen mit mobilen Einschränkungen in Ihre Planung ein?

Wichtige Impulse erhalten wir aus Rückmeldungen aus dem Alltag, vor allem in Siedlungen mit Siedlungsassistenz. Auch Mitarbeitende aus Bewirtschaftung, Hauswartung und Technik nehmen Hinweise auf und geben sie intern weiter. Bei Projekten bringen Fachstellen der Gemeinden ihre Erfahrungen ein.

«Wichtige Impulse für unsere Planung erhalten wir aus Rückmeldungen aus dem Alltag».

Kaspar Niederberger CEO Baugenossenschaft Zurlinden

Welche Aspekte schätzen Bewohner:innen der barrierefreien BG Zurlinden Liegenschaften?

Viele schätzen besonders die Selbstständigkeit, Sicherheit und den hohen Wohnkomfort. Auch die Flexibilität über verschiedene Lebensphasen hinweg ist zentral. Zudem wird es sehr positiv wahrgenommen, dass die BGZ auf Menschen eingeht und auch nachträglich kleinere Anpassungen möglich sind.

Was ist der BGZ bei Wohnprojekten wichtig?

Besonders wichtig sind uns generationenverbindende Hausgemeinschaften, in denen Menschen unterschiedlichen Alters selbstbestimmt zusammenleben. In einigen Siedlungen unterstützt zudem eine Siedlungsassistenz das nachbarschaftliche Miteinander.

Was muss sich in Zukunft ändern, damit barrierefreies Wohnen selbstverständlicher wird?

Barrierefreiheit sollte noch stärker als selbstverständlicher Teil des Wohnens wahrgenommen werden. Für die BGZ ist sie bereits heute zentral, da wir die Normen konsequent einhalten. Mehr Austausch und Aufmerksamkeit können dazu beitragen, dass barrierefreies Wohnen künftig noch breiter verankert wird.

Mehr zur Baugenossenschaft Zurlinden

Infos zur Bauberatung der Behindertenkonferenz Kanton Zürich

Social Sponsoring Möglichkeiten mit TIXI


Lesen Sie auch:

Steigen Sie ein!

TIXIgramm
Wir nehmen Sie mit auf unsere Fahrten, lassen Sie hinter die Kulissen blicken und informieren Sie über alles Wichtige rund um TIXI.
  • Unterwegs mit unseren Fahrer:innen.
  • Auf der Rückbank mit unseren Fahrgästen.
  • TIXI Aktivitäten: Erfahren Sie als Erstes von unseren Events.

Keine Verpflichtung. Abmeldung jederzeit möglich. Mit der Formularübermittlung bestätigen Sie, unsere Datenschutzerklärung gelesen zu haben.