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Das Dilemma mit der Maskenpflicht

Am Mittwoch 01. Juli hat der Bundesrat an einer ausserordentlichen Sitzung die neusten Bestimmungen zur Covid-19-Krise bekannt gegeben.
Entgegen den Bestimmungen, die seit dem 16. März gegolten haben, hat der Bundesrat nun das Tragen einer Gesichtsmaske in den öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben.

Das Krisenmanagement von TIXI Zürich hat sich entschieden, das Tragen der Gesichtsmaske für unser Fahrteam weiterhin mit Nachdruck zu empfehlen, aber nicht zur Pflicht zu erklären.

TIXI Zürich trägt mit seinem ausserordentlichen Fahrdienst für mobilitätsbehinderte Menschen eine grosse Verantwortung. Wir befördern täglich über 200 Fahrgäste, die ohne unsere Hilfe nur unter sehr erschwerten Bedingungen oder gar nicht an ihr Zielort gelangen könnten. Zudem entlasten wir durch unseren Fahrdienst auch deren nächsten Angehörige und Betreuungspersonal.

Viele unserer FahrerInnen stehen dem Tragen der Maske skeptisch gegenüber. Ein beträchtlicher Teil von ihnen hat uns zudem erklärt, dass sie die Maske aus verschiedenen Gründen nicht tragen können, wie zum Beispiel das Beschlagen der Brille, was die Sicht beim Fahren gefährlich einschränkt, aber auch Beklemmungsgefühle und Atemnot.

Unser Fahrteam besteht aus rund 400 freiwilligen FahrerInnen. Eine grössere Zahl von ihnen zu verlieren, weil sie der Maskenpflicht nicht nachkommen möchten und darum auf den Einsatz verzichten, würde TIXI existenziell treffen.
Das Tragen der Maske erachten wir als eine sinnvolle Massnahme. Wir setzen darum alles daran, unser Fahrteam dafür zu sensibilisieren. Aus diesem Grund geben wir allen unseren FahrerInnen weiterhin vor jeder Schicht eine genügende Anzahl Masken zusammen mit weiterem Hygienematerial ab. Das Sicherheitskonzept sieht zudem auch den Einsatz von Handdesinfektionsmitteln und die Oberflächendesinfektion im Innenraum des Fahrzeugs zwischen den Fahrten vor.

Wir sind uns bewusst, dass wir uns in einem Dilemma befinden. Aber es gilt die berechtigten Interessen abzuwägen. Eine Maskenpflicht würde unseren Fahrdienst massiv beeinträchtigen. Das Weiterführen des jetzigen Umfangs wäre gefährdet. Das würde ein weiteres Mal all jene Menschen treffen, deren Lebensqualität bereits durch soziale Ausgegrenztheit und Isolation bedroht ist. Sie sollen die Entscheidungsfreiheit haben, sich trotz der aktuellen Krise in die Gesellschaft zu begeben.

Bitte addieren Sie 5 und 7.

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