April 2022

Mitgliederversammlung 2022 nochmals digital

Es war wohl das letzte Mal, dass die Mitgliederversammlung online stattfand, wie bereits in den vergangenen zwei Jahren. Weil wir der Gesundheit unserer Mitglieder Sorge tragen wollen, entschied der Vorstand und die GL, die MV nochmals digital durchzuführen. Wie letztes Jahr, konnten die Mitglieder ihre Stimme brieflich abgeben, wovon über 500 Personen Gebrauch machten. Der Stimmrechtsvertreter Heinz Hüsser erhielt insgesamt 529 gültige Stimmkarten.

Die Mitgliederversammlung 2022 war eine kleine Runde von 9 Personen, bestehend aus dem Präsidenten, dem Vorstand, der Geschäftsstelle und dem Stimmrechtsvertreter. Wir freuen uns, dass sämtliche Traktanden mit grosser Mehrheit angenommen wurden. Auch die Jahresrechnung und der Jahresbericht 2021 wurden genehmigt. Letzterer ist ab sofort auf der Webseite abrufbar.

Im Vorstand gibt es einige Veränderungen. Der langjährige Fahrer Patrick Hinzer, der sich in den letzten drei Jahren im Vorstand engagierte, ist zurückgetreten. Herzlichen Dank an Patrick Hinzer für sein grosses Engagement im Vorstand und wir freuen uns, dass Patrick seinen über 25-jährigen Fahrereinsatz weiterhin wahrnehmen wird. Auch Bettina Loustalot, die das Ressort Aktuariat unter sich hatte, ist per 28. April zurückgetreten. Wir danken auch ihr für ihren Einsatz.

Für das Ressort Fahrdienst haben wir mit Ruedi Häfeli, einem aktiven TIXI Fahrer, einen würdigen Nachfolger für das Ressort Fahrdienst gewinnen können. Ebenfalls begrüssen wir Béatrice Gfeller für das Ressort Aktuariat und Stefan Steiner für das Ressort ITC. Wir gratulieren den drei neuen Vorstandsmitgliedern herzlich zur Wahl und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Wer mehr über die neuen Vorstandsmitglieder erfahren möchte, liest die Beiträge, in denen wir die Neugewählten vorstellen.

Ruedi Häfeli: Ein TIXI Fahrer für das Ressort Fahrdienst

Wer bin ich?
Ich bin Aargauer (ohne weisse Socken) – 1949 geboren und seit einiger Zeit wohnhaft in Lenzburg, verheiratet, Vater einer erwachsenen Tochter. Bis zu meiner Pensionierung im Jahre 2011 war ich im Treuhandwesen tätig, ausgebildet als dipl. Wirtschaftsprüfer, zuletzt als CEO der BDO AG mit Niederlassungen in der ganzen Schweiz. Ich mache noch reduziert betriebswirtschaftliche Beratungen und habe zwei Verwaltungsrats- und zwei Stiftungsratsmandate.

Warum engagiere ich mich für TIXI?
Ich war bis zu meiner Pensionierung in Zürich tätig und auch in der Umgebung wohnhaft. TIXI ist mir auf den Strassen von Zürich natürlich aufgefallen und ich war angetan von der Idee, die dahintersteckt. Ich habe mich dann vor 10 Jahren als Fahrer gemeldet und leiste seither wöchentlich einen in der Regel ganztägigen Einsatz. Das gibt mir viel Befriedigung, sind doch unsere Fahrgäste auf einen Dienst wie den unsrigen angewiesen.

Warum ich mich für den Vorstand engagiere
Ich hatte eine sehr gute aktive Zeit im Berufsleben und bin dankbar dafür. Mein soziales Engagement ist darin begründet, dass ich etwas zurückgeben möchte an diejenigen, die dafür empfänglich sind. Meine vielfältigen Berufs- und Führungserfahrungen möchte ich nun auch im Vorstand von TIXI einbringen. Ich verstehe mich dabei als Bindeglied zwischen den aktiven Fahrer:innen und der Führungsebene. Gerne werde ich Anregungen und Anliegen aufnehmen und die Interessen von uns Fahrer:innen vertreten.

Was sind meine Hobbys, meine Leidenschaft?
Ich treibe etwas Sport: Velofahren, Wandern und mit grosser Leidenschaft Skifahren. Daneben bin ich aktiver Sänger in verschiedenen Chor- und Theaterproduktionen, aktuell im Gotthelf-Stück «Ueli der Pächter» als Hagelhans beim Freilichttheater auf dem Staufberg. Zusätzlich bin ich auch im Vorstand der Operette Möriken-Wildegg.

Béatrice Gfeller: Frauenpower für das Ressort Aktuariat

Sie ist führungserfahren, vielseitig engagiert und interessiert an sozialen Themen – eine spannende Mischung. Die Mutter von zwei Töchtern im Teenageralter hat nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium viele Jahre auf einer Grossbank und dann auf einer Zürcher Privatbank im HR-Bereich gearbeitet, bis sie nach der Geburt der beiden Töchter an einer Kreuzung in ihrem Leben abbog und mit einem kurzen Zwischenhalt als Sozialdiakonin bei der reformierten Kirche ihre Reise fortsetzte und Fuss fasste als Leiterin Administration bei Alzheimer Zürich in einem Teilzeitpensum.

«Die Inklusion von Menschen in schwierigen Umständen ist mir eine Herzensangelegenheit»

Béatrice Gfeller ist gerne in Bewegung. Verschiedene Weiterbildungen in psychosozialer Beratung und Coaching ergänzen ihren vielseitigen Bildungsrucksack. Das erlangte Wissen hilft ihr mit ihren Tätigkeiten bei der Stiftung Sonnweid und bei der Paulie-Fridolon-Düblin-Stiftung, wo sie ebenfalls als Geschäftsführerin in einem Teilzeitpensum tätig ist. Auch ehrenamtlich engagiert sich die Powerfrau in unterschiedlichen Bereichen. Weil ihr die Unterstützung für und die Inklusion von Menschen, die keinen einfachen Weg haben, am Herzen liegt, möchte sie jetzt auch bei TIXI aktiv werden.

Wissen weitergeben

Neben dem Bedürfnis, ihre Zeit sinnvoll zu verbringen, ist es auch ihre Bewunderung und ihr Respekt für all die Fahrer:innen, die sich täglich für TIXI engagieren, die sie motivieren. Denn die Ermöglichung von Mobilität ist ein ganz wichtiger Aspekt. Darum freut sich Béatrice sehr, mit ihrer Mitarbeit ein Teil dieser Organisation sein zu dürfen. Ihr breites Wissen in unterschiedlichen Bereichen und ihre Fachkompetenzen sind auch für TIXI ein Glücksfall. Verantwortlich für das Ressort Aktuariat und offen für zusätzliche Aufgaben, steht sie in den Startlöchern für TIXI. Die wenige Zeit, die ihr bei diesen vielen Aufgaben zur Verfügung bleibt, verbringt sie am liebsten mit der Familie, mit Freunden, ihren beiden Katzen oder in den Bündner Bergen.

Stefan Steiner: Ein erfahrener IT-Profi für das Ressort ITC

Viel Expertise und 30-jährige Erfahrungen im IT-Umfeld des Gesundheitswesens zeichnen
den praxiserprobten Wirtschaftsinformatiker aus. Schon in jungen Jahren, nach einer kaufmännischen Ausbildung, hat Stefan Steiner sein Flair für IT entdeckt; früher hiess es noch EDV. Er war nicht nur als Gründer und CEO von verschiedenen Firmen für Softwarelösungen im Gesundheitswesen erfolgreich, sondern auch als Ehrenamtlicher in der Fürsorgekommission der Gemeinde Freienbach SZ.

«TIXI ist eine hervorragende Institution»

Weil der IT-Experte davon überzeugt ist, dass TIXI Menschen mit Beeinträchtigungen mit grossem Einsatz unterstützt und er selbst viel Glück im Leben hatte, möchte er heute seinen Beitrag für weniger glückliche Menschen leisten. Und weil er sich einiges an Wissen zur Nutzung der ICT in den letzten Jahren angeeignet hat, möchte er diese Expertise zum Wohle von TIXI und deren Nutzer einbringen.

Zeit für die schönen Dinge im Leben

Wenn der schon bald pensionierte Stefan Steiner nicht gerade beschäftigt ist mit einem seiner vielen Engagements, trifft man ihn in der Natur an. Beim Joggen, Mountainbiken oder Wandern findet er seinen Ausgleich. Und nach getaner Arbeit gönnt er sich auch gerne ein gutes Essen mit einem passenden Wein.

E-Fahrzeuge – Der Faktencheck

Elektrische Energie hat sich als Systemtechnik der Infrastruktur etabliert und ist bis in die entferntesten Winkel unseres Alltagslebens eingedrungen – und wird von allen akzeptiert. Woher auch immer der Strom kommen mag, ohne ihn läuft gar nichts.
Bezüglich der E-Fahrzeuge gibt es jedoch nach wie vor grosse Vorurteile und entsprechenden Widerstand. Doch woher kommen diese Vorurteile? Auf welche Fakten berufen sich Personen, die sich gegen die E-Mobilität richten? Nachfolgend ein Faktencheck, der sich mit den Vorurteilen befasst.

1. Stromgewinnung:

Die Schweiz befindet sich bezüglich erneuerbarer Energien in einer privilegierten Situation. Über 70% des Stroms aus Schweizer Steckdosen stammen – Stand 2018 – laut einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie, aus erneuerbaren Energien. Das ist wichtig zu wissen, denn eines der Vorurteile lautet immer wieder, dass unser Stromnetz zum Aufladen der Batterien in den E-Fahrzeugen an sein Limit kommt. Oder dass, wenn alle Elektroautos gleichzeitig geladen würden, das Stromnetz zusammenbrechen würde. Ein Szenario, das jeder Grundlage entbehrt.
Hierzu muss man Folgendes wissen: Die Stadt Zürich verbraucht jedes Jahr gut 3,1 Terawattstunden Energie. Etwas knapp über 1% geht dabei für die Elektrizität der entsprechenden Fahrzeuge drauf. Gemäss einer Studie des Energie-Beratungsunternehmens EBP, das in seinen Szenarien bis 2030 schweizweit von rund 2,5 TWh Strom für die Elektromobilität ausgeht, wären das erst rund 4% des gesamten Stromverbrauchs. Diese Menge bringt unser Stromnetz sicher nicht in die Bredouille.

2. Stromkosten versus Benzinkosten

Was den Verbrauch und die Kosten für den Treibstoff angeht, so haben Elektroautos klar die Nase vorne. Ein gängiges Elektroauto verbraucht auf 100 Kilometern gut 15 kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 40 Rappen je kWh. Ein vergleichbarer Benziner braucht 5,5 Liter auf 100 km, bei einem Literpreis von ca. 2 Franken. Die Rechnung ist schnell gemacht. Für den Stromer bei oben genanntem Beispiel bezahlt man 6 Franken auf 100 Kilometer, beim Benziner zahlt man 11 Franken. Auf ein Jahr gerechnet, mit einer durchschnittlichen Kilometerzahl von 10 000 Kilometer, ergibt das eine Differenz von 500 Franken zugunsten des E-Autos.

3. Feinstaub

Der grösste Teil des Feinstaubs im Verkehr stammt vom Abrieb von Bremsen, Reifen und den Strassen. Den verursachen alle Fahrzeuge, egal ob Diesel, Benziner oder Elektroauto. Während der Nutzung verursacht das Elektroauto jedoch die geringsten Emissionen, denn es ist durch die Rekuperation weniger auf die klassischen Bremsen angewiesen und erzeugt damit weniger Feinstaub. Das Argument, damit würden die nachweisbar schädlichen Feinstaubemissionen einfach zum Produktionsstandort hinverschoben – bei der Gewinnung der Stahlverarbeitung für die Batterie – greift jedoch zu kurz. Denn für die gesundheitlich schädliche Wirkung des Feinstaubs ist dessen Dichte zentral. Die Stahlproduktionswerke stehen gemeinhin auf dem Land, die höheren Feinstaubemissionen der Antriebe von Diesel- und Benzinautos hingegen erfolgen in der Stadt https://www.stadt-zuerich.ch/gud/de/index/umwelt_energie/luftqualitaet/publikationen/luftbilanz-2016.html

4. Lärm

Das Potenzial der Elektroautos den Verkehrslärm zu senken, wird von Kritikern allgemein als gering eingestuft. Als Begründung wird angeführt, dass bei steigendem Tempo das Abrollgeräusch der Reifen auf der Strasse überhandnimmt und damit vergleichbar laut wie bei herkömmlichen Autos ist. Doch von welchen Geschwindigkeiten wird hier gesprochen? Laut einer Stude des UGZ (Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich) fahren Autos in der sogenannten Lastrichtung (innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehrheitlich in eine gemeinsame Richtung bewegte Fahrzeuge) in der Stadt Zürich rund 23 km/h, in der Gegenlastrichtung rund 34 km/h und in Nebenverkehrszeiten rund 36 km/h. Bei diesem Tempo sind Stromer deutlich leiser, unbestritten. Weitere Vorteile sind: Beim Manövrieren generieren E-Fahrzeuge kaum Lärm und E-Motoren kann man nicht aufheulen lassen. Das ist durch das Fehlen eines Getriebes technisch unmöglich.

5. CO2- Fussabdruck

Gut 85% des Energieaufwands und der Treibhausgasemissionen entstehen bei der Fertigung der Batteriezellen selbst sowie bei der Aufarbeitung der Rohstoffe. Die Gewinnung dagegen fällt kaum ins Gewicht. Über 90% der im Autobau verwendeten Batterien sind sogenannte Lithium-Ionen-Batterien. Das sind Mischoxide von Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt. Die Produktion derselben ist tatsächlich problematisch: Die Gewinnung verbraucht immense Mengen an Wasser. Und das in Gebieten, die ohnehin unter grossen Dürren leiden. Dass wegen der Elektroautos in den betreffenden Gebieten jedoch das Trinkwasser ausgeht, stimmt allerdings nur zum Teil. Denn weniger als die Hälfte des abgebauten Lithiums wird für Batterien verwendet. Und davon wandert der Löwenanteil in Laptops, Smartphones und Haushaltgeräte bis hin zum Herzschrittmacher.

6. Mensch und Natur

Problematisch ist der Abbau von Kobalt. Dieser ist zur Eindämmung der Hitzegefahr der Batterien notwendig. Denn die sind buchstäblich brandgefährlich. Rund die Hälfte der 124 000 Tonnen Kobalt, die jährlich abgebaut werden, stamm aus dem Kongo und wird zum Teil von Kindern unter schwierigsten Bedingungen abgebaut. Zu gut 50% wird Kobalt für den Bau von Batterien für Smartphones, elektronische Gadgets und Autoantrieb gebraucht. Andererseits ist die Förderung fossiler Energien kein bisschen unproblematischer. Abgesehen von den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf Bohrinseln und Ölfeldern und den regelmässigen Ölpesten, ist die Erdölförderung selbst katastrophal: 2,5 kWh verschlingt die Förderung eines einzigen Liters Erdöl (Transport nicht eingerechnet). Damit ist das E-Fahrzeug bereits 6 Kilometer gefahren. Dazu kommt, dass Lithium zu beinahe 100% rezyklierbar ist – im Gegensatz zu Erdöl.

Zudem verändern sich die Batterien rasant. Im Bereich «Feststoffbatterien» wird intensiv geforscht. Und glaubt man den grossen Autoherstellern, werden diese noch vor 2025 auf den Markt kommen. Wer mehr zu den Feststoffbatterien wissen möchte, kann sich im Internet schlaumachen.

Es könnten in diesem Bericht noch weitere Faktenchecks angeführt werden. Eines ist klar: Die Zukunft gehört der E-Mobilität. Das zeigt sich auch an der Radikalität, mit der die grössten Automobilkonzerne ihren Systemwandel betreiben. Sie investieren nämlich Milliarden in die Entwicklung von E-Fahrzeugen.

Und wie stehen wir bei TIXI Zürich dazu? Das erfährst Du in der Mai-Ausgabe der Fahrnews.

Meinungen, Anregungen oder Kritik zu diesem Artikel werden gerne entgegengenommen. Du kannst diese an Daniel Stutz richten, daniel.stutz@tixi.ch

Veranstaltungen

TIXI Stamm Dübendorf

… 26. Mai (Auffahrt), ab 18.00 Uhr im Restaurant Hecht in Dübendorf

Anlässe

Save the date: Freitag, 01. Juli 2022, Fahrteamanlass

 

Veränderungen im Fahrteam

Herzlich willkommen

Nadia Droz

Adieu und vielen Dank

Louis Schittenhelm
Renate Rüssli
Sarah Schwegler
David Kretzer
Martin Schärer

 

TIXI Zürich
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Redaktion: Simone Okoye & Daniel Stutz
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