Dezember 2021

Freiwilligenarbeit – das Glück des Gebens

TIXI ist eine wunderbare, solidarische Gemeinschaft, die sich für Menschen in unserer Gesellschaft einsetzt, die verletzlich und auf Unterstützung angewiesen sind. Was macht unsere Solidargemeinschaft aus? Wie wird aus einem Team von über 400 freiwillig engagierten Menschen, sechs Vorstandsmitgliedern und 21 Mitarbeitenden sowie über 10000 Spenderinnen und Spendern eine Gemeinschaft, die sich einem Ziel verschreibt und dieses mit hohem persönlichem Einsatz verfolgt?

Sinnhaftigkeit
In krassem Gegensatz stehen sich die Freiwilligenarbeit – oder die Arbeit für und mit Freiwilligen – und die Arbeit in der Privatwirtschaft gegenüber. Das sieht man in der Bewertung arbeitspsychologischer Gestaltungsmerkmale. Bei dieser Bewertung – die sich auf der ganzen Welt gleicht – steht zum Beispiel die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit in der Freiwilligenarbeit auf Rang 1. Während diese in der Privatwirtschaft auf Rang 5 von 7 möglichen Rängen steht. (https://www.netzwerkfreiwilligengagiert.ch/static/files/tagung2015/Ramos-Gewinnung-Freiwilliger.pdf)

Das deckt sich auch mit der Erfahrung des Freiwilligenkoordinators bei TIXI. Denn viele der neu interessierten Fahrer:innen, die zu einem Erstgespräch in die Zentrale kommen, sagen, es sei ihr Wunsch etwas Sinnvolles zu tun. Neben dem eigenen Glück, das viele mit ihren Mitmenschen durch ihre freiwillige Tätigkeit teilen möchten, steht der Wunsch nach einer sinnhaften Tätigkeit somit zuvorderst.

Weitere unbezahlbare Vorteile
Natürlich liegen die Vorteile der Freiwilligenarbeit für die Empfänger derselben auf der Hand. Aber hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie wichtig Freiwilligenarbeit für Dich selbst ist? Dieser Aspekt wird nämlich gerne ausgeblendet, sei es aus Bescheidenheit oder weil man den Vorteil des Empfängers in den Vordergrund stellt. Tatsächlich aber ist Freiwilligenarbeit für die Freiwilligen aus einer ganzen Reihe von Gründen von Vorteil: Stressreduzierung, Bekämpfung von Depressionen und eben, wie oben beschrieben, Hilfe bei der Suche nach Sinnhaftigkeit. Und es gibt weitere sehr gute Argumente:

  • Das Gefühl der Gemeinsamkeit
    Wer sich einsam oder isoliert fühlt, kann auf diese Weise neue Menschen kennen lernen. Gemeinsam mit anderen eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, schafft ein Wir-Gefühl. Freiwilligenarbeit ist eine spannende Möglichkeit, Menschen zu treffen, mit denen man im normalen Alltag nicht in Kontakt treten würde. Dabei ergibt sich die Möglichkeit zu sehen, wie andere Menschen mit ihrem Schicksal umgehen. Gerade bei TIXI ist dieser Punkt zentral, denn durch die meist physischen Beeinträchtigungen unserer Fahrgäste können diese aus einem riesigen Erfahrungsschatz erzählen.
  • Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls
    Gutes für andere zu tun schafft ein natürliches Glücksgefühl. Die freiwillig ausgeübte Tätigkeit kann stolz machen und dazu beitragen, das eigene Selbstvertrauen zu stärken. Dieses Gefühl verschafft eine positive Ausstrahlung.
  • Die geistige Gesundheit profitiert
    Wenn es darum geht, welche Auswirkung Freiwilligenarbeit auf die psychische Gesundheit hat, liegen die Vorteile auf der Hand: Sie kann helfen, persönlichem Stress, Depressionen und Angstzuständen entgegenzuwirken. Das soziale Miteinander bei der freiwilligen Tätigkeit für andere hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das gesamte psychische Wohlbefinden. Freiwilligenarbeit fördert auch einfach deshalb die psychische Gesundheit, weil sie glücklich macht – auch bekannt als das «Helfer-High». Durch Messungen der Gehirnaktivität haben Forscher herausgefunden, dass die Hilfe für andere grosse Freude bereitet.
  • Eigene Probleme relativieren
    Ein riesiger Vorteil von freiwilliger Tätigkeit besteht darin, dass durch die Fokussierung auf andere Menschen ein tieferes Verständnis für Perspektiven entsteht. Negative Gedanken und ständiges Grübeln haben keinen Platz. Gerade bei TIXI beinhaltet die freiwillige Tätigkeit Hilfe für hilfsbedürftige Menschen und kann selbst dabei hilfreich sein das eigene Lebensglück zu erkennen.

Es gibt noch viele weitere Aspekte, die uns den persönlichen Gewinn und die Sinnhaftigkeit von Freiwilligenarbeit aufzeigen. Aber ein letzter Punkt sei genannt: Es ist das riesige Dankeschön, das wir an dieser Stelle an Dich richten wollen. Nur zusammen mit Dir können wir diese wunderbare, solidarische Gemeinschaft aufrechterhalten. Und gemeinsam möchten wir diese weiterpflegen. Zu unser aller Glück!

Ein TIXI Samichlaus mit Leib und Seele

Er hat schon 2019 die Herzen höherschlagen lassen und Fahrgäste zu Freudentränen gerührt, als er am Samichlaustag während seiner Fahrschicht mit feinen Chlaussäcken Freude schenkte. Der Samichlaus ist nach zwei Jahren Pause zurückgekehrt und hat uns sogar in der Zentrale besucht.

Hinter dem Samichlaus versteckt sich der TIXI Fahrer André Renaud, der seit 2016 als freiwilliger Fahrer nicht nur am Samichlaustag Fahrgästen Lebensfreude schenkt. Er hat seinen Einsatz in Eigenregie vorbereitet und durchgeführt. Bereits das Verpacken der Säckchen, die er gesponsert hat, sei wie ein Ritual für ihn. «Die Vorfreude steigt bei der Vorbereitung», erzählte er uns gerührt. Mit seinem Einsatz überraschte er nicht nur die Fahrgäste, sondern brachte auch einige vorbeigehende Kinder zum Staunen.

Der Flughafen-Chlaus
Während seiner Arbeit als Lotse, der auf dem Flugplatz Zürich die Flugzeuge über die Piste begleitete und an ihren Standplatz brachte, kam ihm eine spontane Idee. Er wollte die Passagiere und Mitarbeiter:innen als Samichlaus überraschen. Dies ist ihm auch gelungen. Nach seiner Pensionierung wurde er Fahrer bei TIXI. Im Jahr 2019 brannte es ihn derart unter den Nägeln, dass er die Geschäftsleiterin Petra Furrer kontaktierte. In diesem Jahr hatte er seinen ersten Auftritt als Samichlaus bei TIXI und stand auch gleich Modell für die Weihnachtskarte.

Gesundheit ist ihm in die Quere gekommen

Im Jahr 2020 hatte André Renaud schon alles vorbereitet, musste die Aktion dann aber leider absagen. Aufgrund eines Leistenbruchs war er für längere Zeit im Spital. Dass es in diesem Jahr wieder geklappt hat, ist für alle Beteiligten eine grosse Freude. Wir danken Renaud für seinen beherzten Einsatz als TIXI Samichlaus.

«Gerade kommt mein Mann ganz glücklich heim. Er wurde vom Samichlaus persönlich chauffiert. Sogar ein Chlaussäckli gabs. Vielen Dank dem engagierten Fahrer – hat viel Freude gemacht.»
(anonym)

E-Auto-Akkus – Sondermüll oder wertvoller Rohstoff?

Wer im noch aktuellen Jahr 2021 die monatlichen Ausgaben der Fahrnews verfolgt hat, dem ist das Thema «Veränderung in der Mobilität» inzwischen geläufig: zum Beispiel in der Mai-Ausgabe «Grüner Fahrplan für TIXI», in der Juni-Ausgabe der Zweiteiler «Wandel in der Mobilität – eine komplexe Herausforderung» oder in der November-Ausgabe «Wasserstoffautos – Antrieb der Zukunft?».*

Als Wandel oder Veränderung in der Mobilität ist vor allem von der Ablösung der Verbrennungsmotoren durch elektrische Fahrzeuge die Rede. Doch eine Frage ist bis jetzt offengeblieben: das Recycling der Batterien. Und wenn man die aktuellen Verkaufszahlen der E-Autos betrachtet – allein im Oktober '21 wurden 2163 reine E-Autos in der Schweiz verkauft – ist diese Frage mehr als berechtigt. Schliesslich gibt es in diesem Bereich Befürchtungen, dass das Recycling der Batterien sowie auch die Gewinnung der seltenen Erden zu deren Herstellung problematisch ist.

Batterien im Check
Bis zu zwölf Jahre lang kann eine im Fahrzeug verbaute Lithium-Ionen-Batterie das Auto mit Strom versorgen. Dann kommt ihr «Second Life». Im besten Fall wird sie als Energiespeicher weitergenutzt, wenn zum Beispiel kurzzeitig mehr Sonnen- oder Windenergie als nötig verfügbar ist. Später gelten alte Lithium-Ionen-Batterien allerdings als Gefahrengut.

Zumindest war das bis anhin der Fall. Spezielle Recyclingfirmen lösen mittlerweile viele der enthaltenen Rohstoffe aus Batterien heraus. Sie sind sogar bereit, viel Geld für die alten Batterien zu bezahlen. Denn die enthaltenen Rohstoffe wie Kobalt und Lithium, die schwierig zu gewinnen und begrenzt verfügbar sind, sind sehr wertvoll. Laut einer Studie der Denkfabrik Agora könnte der Anteil rezyklierten Materials in den Batterien bis 2050 bei 40% liegen.

Das Problem ist jedoch, dass die Rückgewinnung des Materials zurzeit noch sehr energieintensiv ist, und damit einen hohen CO2-Ausstoss verursacht, zumal mit der herkömmlichen Art, die Batterie zu recyclen. Dabei werden die Batterien in Hochöfen geschmolzen. Die Firma Duesenfeld in Wendeburg bei Braunschweig hat jedoch ein mechanisches Verfahren entwickelt, bei dem die Batterien vollständig entladen, auseinandergebaut und geschreddert werden. Damit erreicht das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Recyclingquote von 72 Prozent. Das Verfahren gilt nicht nur als effizient, es senkt auch den CO2-Fussabdruck der Batterien. Und sobald genügend Batterien vorhanden sind, lässt sich dieses Verfahren auch wirtschaftlich betreiben. Wenn die Batterien zu einem möglichst hohen Anteil wiederverwertet werden, lässt sich nicht nur der Bedarf an Rohstoffen leichter decken, sondern es dürften mittelfristig auch die Preise für Elektroautos sinken.

Doch im Moment ist dieses Verfahren des Recyclings leider noch nicht rentabel. Denn erst ab frühestens 2030 ist mit der Menge an Batterien zu rechnen, dass dieses Recycling Gewinne abwirft. Und bis dahin stehen noch grosse Investitions- und Forschungskosten an. Man bedenke, dass nur schon der Transport der alten Batterien sehr kostenintensiv ist. Das Gefahrengut kann nur von dafür ausgebildeten Chauffeuren und in speziellen Fahrzeugen transportiert werden.
Die Veränderung in der Mobilität hat zwar noch einen riesigen Berg an Entwicklungsaufgaben vor sich, den es zu überwinden gilt. Aber dank Forschung und der Einsicht, dass es für eine nachhaltige Zukunft dringend Lösungen braucht, ist die Hoffnung gross, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern zumindest in diesem Bereich etwas Sinnvolles hinterlassen werden.

*Die Fahrnews vergangener Monate können im internen Teil unserer Webseite nachgelesen werden.

Sie sind wieder verfügbar: die nachhaltigen TIXI Caps!

«Von Kopf bis Fuss auf TIXI eingestellt.» Die Caps aus zertifizierter Bio-Baumwolle in schönem Navyblau sehen nicht nur gut aus, sondern sie schützen Dich auch optimal vor Sonne und Regen. Das gestickte TIXI Logo ist dezent und kennzeichnet Dich trotzdem als Fahrer:in. Mit einem Klettverschluss kannst Du die Grösse einstellen. Das Produkt stammt aus der Firma Stickerei Blumer in Wädenswil. Du erhältst die TIXI Caps in der TIXI Zentrale oder auf Wunsch per Post. Melde Dich einfach, damit auch Du von Kopf bis Fuss erkennbar und geschützt bist.

Weihnachten pro und kontra

Morgen, am 25.12.2021 ist Weihnachten. Ein langersehnter Tag für die einen, ein eher schwieriger Tag für die anderen. Dass dem so ist, zeigen die nachfolgenden zwei Geschichten, die Dir Weihnachten (trotzdem) versüssen werden. So oder so wünschen wir Dir und Deiner Familie besinnliche und friedliche Tage.
Dein TIXI Team

Haus­frie­den
«Mut­ter ist ner­vös / Va­ter ist ner­vös / Kind ist ner­vös / Oma ist ner­vös / Oma ist ge­kom­men / Um Mut­ter zu hel­fen / Va­ter hat ge­sagt / Sei nicht nö­tig ge­we­sen / Kind steht im Weg / Mut­ter steht im Weg / Oma steht im Weg / Va­ter steht im Weg / Al­le haben ge­schafft / Mit al­ler­letz­ter Kraft / Va­ter hat ge­ba­det / Mut­ter hat ge­ba­det / Kind hat ge­ba­det / Oma hat ge­ba­det / Al­le haben ge­packt / Und al­le sind ge­rannt / Und schlie­ss­lich / hat der Baum ge­brannt / Mut­ter ist ge­rührt / Va­ter ist ge­rührt / Kind ist ge­rührt / Oma ist ge­rührt / Und dann wer­den / Die Pa­ke­te auf­ge­schnürt …»
Hanns Dieter Hüsch, aus «Feiertage», in «Die Bescherung», tvd-Verlag

Noch mehr Krise
Pauline Moos feierte ihren vierzigsten Geburtstag am 22. Dezember in einem Airbus der Lufthansa auf dem Weg nach Los Angeles, und was sie sich ihr ganzes Leben lang gewünscht hatte, wurde endlich wahr: Weihnachten fiel aus! Ihre 16-jährige Tochter war mit Freunden nach Mallorca abgerauscht, ihre Mutter war im Pflegeheim und erkannte sie nicht mehr, von ihrem geschiedenen Mann hatte sie schon lange nichts mehr gehört. «Prost», sagte Pauline und hob das Lufthansa-Glas vor ihre straffe Brust (sieben Monate Fitness-Training für Frauen) im grauen Kaschmirpullover (Donna Karan), «auf dich, Pauline Moos, altes Haus. Kein Weihnachtsbaum, keine Lieder, keine Guetsli. Ein dreifaches Hurra!»
Doris Dörrie, aus einer Novelle in «Früher war mehr Lametta», Diogenes-Verlag

Was ist zu beachten, wenn …

… ein Fahrgast mit ProMobil-Gutscheinen bezahlt und Du dies bei der Abrechnung im Telematikgerät eingeben möchtest?

Seit Beginn der Pandemie haben wir bei TIXI unsere Abrechnungsart geändert. Vorbei sind die Zeiten, als Du noch beim jeweiligen Fahrgast das Fahrgeld eingezogen hast. Seither stellen wir für unsere Fahrgäste Rechnungen aus. Doch eine Ausnahme bleibt: Der Fahrgast hat nach wie vor die Möglichkeit, mit ProMobil- oder TIXI Gutscheinen zu bezahlen. Bei den ProMobil-Gutscheinen siehst Du die Umrechnung auf dem Fahrrapport ganz rechts neben dem jeweiligen Auftrag. Für eine Fahrt, die zum Beispiel 12. – Franken kostet, muss ein ProMobil-Gutschein im Wert von 40. – Franken ausgestellt werden. Du brauchst diese nicht mehr über das Telematikgerät abzurechnen. Trage es jedoch bitte auf dem Fahrrapport ein, damit wir in der Zentrale wissen, welcher Fahrgast mit dem Gutschein bezahlt hat. Wenn Du Fragen hast zu den ProMobil-Gutscheinen, dann kannst Du Dich jederzeit an die Dispo wenden oder Du findest das Handling dazu im Fahrer:innen- Handbuch, das in jedem Fahrzeug aufliegt oder im internen Teil unserer Webseite unter dem Reiter «Handbuch & Schadenformular».

Happy New Year

 

Das TIXI Team wünscht Dir und Deinen Lieben alles erdenklich Gute zum neuen Jahr. Bleib gesund und trag Sorge zu Dir! Und denke daran: «Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder.»

Albert Einstein

Veranstaltungen

TIXI Stamm Dübendorf

… am 30. Dezember 2021 ab 18.00 Uhr im Restaurant Hecht in Dübendorf

Anlässe

 

Veränderungen im Fahrteam

Herzlich willkommen

Sandra Steinauer
Tim Limacher

Adieu und vielen Dank

Gilbert Quiblier
Sophie Frey
Alfredo Torre
Werner Appert

 

 

TIXI Zürich
Fahrdienst für Menschen
mit Behinderung
Mühlezelgstrasse 15
8047 Zürich

Redaktion: Simone Okoye & Daniel Stutz
Anregungen, Fragen und Kritik an simone.okoye@tixi.ch
Tel. 044 404 13 80

Fahrerlinie 044 404 13 88
Fahrzeuglinie 044 404 13 89
Fahreinsätze fahrschichten@tixi.ch
Fahrteam Koordination Daniel Stutz
Internet www.tixi.ch
Intern Benutzername TIXI
Kennwort Fahrdienst